Am Dienstag, dem 29.05.2018, unternahmen wir, der Jahrgang 10 der Otzbergschule, im Rahmen des Geschichtsunterrichts eine Ganztagesfahrt nach Weimar und Buchenwald.

Um 7.30 Uhr starteten wir mit dem Bus an der Otzbergschule. Nach knapp vier Stunden Fahrtzeit erreichten wir Weimar. Hier hatten wir Gelegenheit, uns die historische Altstadt genauer anzuschauen und kulturelle Eindrücke zu sammeln.

Gegen 13.00 Uhr begaben wir uns auf den Weg in die 8 km entfernte Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Zu Beginn wurde uns ein Film gezeigt, welcher uns in Form von Zeitzeugeninterviews die früheren Zustände im Konzentrationslager vor Augen führen sollte. Weitere Eindrücke sammelten wir bei einer zweistündigen Führung, bei der auch unser geschichtliches Vorwissen aus dem Unterricht abgefragt wurde.

Die Führung begann am Verwaltungsgebäude und an den ehemaligen SS-Unterkünften. Im Rahmen der Führung schauten wir uns den alten Bahnhof an, an dem früher Häftlingstransporte und Materiallieferungen ankamen. Danach liefen wir zum Bärengehege, das damals der Belustigung der SS-Offiziere und ihrer Familien diente. Weiter ging es die so genannte Karachostraße, auf der früher die Gefangenen eingeschüchtert und verprügelt wurden, entlang zum Häftlingslager. Schon von Weitem sahen wir einen hohen Stacheldrahtzaun, welcher das Lager umgab. Wir betraten das Lager durch ein großes Tor, das die Aufschrift „Jedem das Seine“ trug. Uns erwartete nun eine große, leere Fläche, auf der nur noch vereinzelt Gebäude standen. Dies war damals der Appellplatz, auf dem die Gefangenen antreten mussten.

Sehr still wurden wir, als wir das Krematorium mit den Verbrennungsöfen sahen, in denen die Leichen der KZ-Häftlinge verbrannt wurden. Auch der darunter liegende Keller, in welchem Häftlinge gefoltert und stranguliert wurden, stimmte uns sehr nachdenklich. Zum Schluss der Führung sahen wir die in einem ehemaligen Pferdestall untergebrachte Genickschussanlage zur heimtückischen Hinrichtung von Gefangenen. Gegen Ende der Führung erhielten wir noch einen Einblick in die verdunkelten Einzelhaftzellen.

 Anschließend hatten wir Gelegenheit, im Museum auf dem Lagergelände historische Briefe, Kleidungsstücke, Geschirr und weitere zeitgenössische Originale anzuschauen. Nach diesen eindrucksvollen Erlebnissen traten wir die Rückfahrt an und trafen um 20.30 Uhr wieder an der Otzbergschule ein.

Als Fazit der Tagesfahrt nehmen wir mit, dass sich die schlimmen Ereignisse aus der Zeit des Nationalsozialismus niemals wiederholen dürfen. Jedem Schüler und jeder Schülerin wurde sicherlich ein Anstoß zum Nachdenken mitgegeben.